KarstenUwe

Ist Realität "real" oder etwa Verschwörungstheorie?

Brüderle: Rentengarantie soll gekippt werden

Wirtschaftsminister Brüderle wagt sich an ein sehr heißes Eisen. Er setzt die Rentengarantie auf die Streichliste. Eigentlich muss jedem mit klarem Verstand einleuchten, dass der Mann natürlich Recht hat, allerdings ist nahezu sicher, dass es hier einiges an Zoff-Potential gibt. Die Rentner in Deutschland stellen eine ungemein große und auch aktive Wählergemeinschaft.

Ich möchte hier ein paar Zeilen aus dem SpOn zitieren :

Berlin – Rainer Brüderle macht seinem Ruf als Quertreiber der Regierung einmal mehr alle Ehre. Jetzt hat der Wirtschaftsminister angekündigt, die Rentengarantie kippen zu wollen: “Es wird nicht dauerhaft funktionieren, die Rentenentwicklung von der Lohnentwicklung abzukoppeln”, sagte der FDP-Minister der “Rheinischen Post”. Die Renten müssten zunächst erwirtschaftet werden.

Damit droht der Regierung der nächste Streit: Denn Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die Rentengarantie zuletzt vehement verteidigt. Für ihn sei es eine Frage der Generationengerechtigkeit, dass die Rentner nicht schlechter gestellt werden. [1]

Der allseits verehrte und geschätzte Finanzminister Schäuble, kämpft also für die Rentengarantie? Nun möchte ich Sie einladen, einmal den Generationsvertrag zu überdenken. Die heutigen Rentner, haben natürlich voll umfänglich Ihren Teil an dem Vertrag erfüllt und sich somit teilweise eine stattliche Rente verdient. Aktuelle Zahlen, sprechen von mehr als 20 Mio Rentnern in Deutschland in hier wird der Konflikt schon deutlich. Die Einkommen sinken kontinuierlich und hier sollte die Rente doch eigentlich erwirtschaftet werden. Brüderle spricht also aus, was über kurz oder lang unvermeidlich offen gelegt werden muss. Unter den gegebenen Umständen, ist der Generationenvertrag nicht haltbar und das ständig wachsende Staatsdefizit, macht es hier nicht einfacher.

Wenn knapp 1/4 der Bevölkerung Rente bezieht, welche noch aus den Zeiten des Wirtschaftswunders kommt, welches von nicht mal 50 % der Bevölkerung finanziert werden soll, deren Einkommensstruktur in etlichen Fällen nicht einmal Sozialversicherungspflichtig ist, braucht man kein mathematisches Genie zu sein um festzustellen, dass diese Rechnung nicht aufgeht.

Es wird in Kürze noch einige dramatische Einschnitte im sozialen Bereich geben, denn es ist nicht mehr finanzierbar, soviel sei an dieser Stelle gesagt.

Carpe diem

[1] http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,708440,00.html

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