Hollersirup selbstgemacht
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Jetzt, liebe Freunde, ist es wieder soweit … zumindest hier bei uns in der südlichen Steiermark. Der Holler (Holunder) blüht!
Wie ihr wisst, publiziere ich ab und zu Tipps für einen Schritt ins autarke Leben und/oder für die Krisenvorsorge bzw. für das Krisenlager. Und selbstgemachter Holunderblütensirup ist nicht nur sehr gut, auch für unseren Körper bekömmlicher und gesünder als jeder industriell hergestellter Softdrink herkömmlicher Art wie … (nein, Namen nenne ich keine, aber jeder weiss, welche gemeint sind!). Noch dazu ist die eigene Sirupproduktion sehr billig und die Lagerfähigkeit übersteigt das Jahr bis zur nächsten Blüte. So kann man sich ohne grossen Aufwand einen kleinen Vorrat zulegen und wenn man die Fantasie ein wenig spielen lässt, auch ausgefallene Kreationen produzieren. Doch dazu später.
Der Holunderblütensirup kalt produziert, ist einfach zu bewerkstelligen und benötigt auch keinen grossen Zeitaufwand. Für rund 12 Liter Sirup brauchst du einen entsprechend grossen Topf, den du bis zur Hälfte mit frisch gepflückten Holunderblüten füllst. Danach schneidest du 5 Zitronen in Scheiben und gibst diese dazu. Achte darauf, dass du nur Zitronen verwendest, deren Schale für den Genuss geeignet sind. Danach kommen 5 Päckchen Zitronensäure (a 5 Gramm) und 6 Kilogramm Kristallzucker in den Topf. Dann füllst du den Topf mit Wasser an und schöpfst nach rund einer Stunde alles ab, was obenauf schwimmt. Diesen Topf deckst du zu und lässt diesen 6 – 7 Tage stehen. Jedesmal wenn du vorbei gehnst, rührst du vorsichtig um. Nach dieser Zeit filtrierst du den Saft. Ich filtriere durch Baumwolltücher. Und dann füllst du den fertigen Sirup in mit kochenden Wasser ausgespülten, absolut sauberen Flaschen mit Dreh- oder Bügelverschluss um. Fertig ist der eigene Holunderblütensirup. Verdünnt mit Wasser (im Verhältnis 1:10) ein wunderbarer Saft, den auch Kinder sehr gerne mögen.
Wie schon erwähnt, kannst du auch deine Fantasie spielen lassen und die Holunderblüten mit geriebenen, kurz aufgekochten, frischen Ingwer, Minzeblätter, Fliederblüten oder Zitronenmelissenblätter mischen. Oder wenn du es besonders erfrischend haben willst, gib den Saft von einem Kilogramm Zitronen hinzu.
Dunkel und kühl gelagert, hält mein Sirup ohne Probleme rund eineinhalb Jahre, bevor er ein wenig Geschmack verliert.
Na dann Prost! Ach ja, meine Freundin trinkt gerne Prosecco oder Sekt mit meinem selbstgemachten Holunderblütensirup.
Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)







